Mittelfristig (1 bis 5 Jahre)
Mikro (Individuum)
Sozial

Veränderungen im Umgang und Zusammenarbeit der Fachkräften mit Eltern und Kindern

Beziehungsaufbau und Interaktiosfähigkeiten

Veränderungen im Umgang mit Eltern und Kindern lassen sich insofern vermuten, als dass sich die Auseinandersetzung mit diesen beiden Ebenen in neu konzipierten Formen der Zusammenarbeit mit Eltern und entstandenen Konzepten für den pädagogischen Alltag spiegelt. Auch aus den Reflexionsgesprächen mit Fach- und Lehrkräften, die den Einheiten zur Resilienzförderung für Kinder folgten, lassen sich solche Erkenntnisse herleiten. Trotz vielfältiger Probleme in Bezug auf die gefühlte Arbeitsbelastung oder Zugangsprobleme zu Eltern und Kindern, die sich aus Sicht der Prozessbegleitung auch durch eine nur unzureichende Vorbereitung der Fachkräfte auf die Arbeit im Kontext von Migration, ethnischer und kultureller Vielfalt sowie sozialer Benachteiligung zurückführen lassen, gelang es den Fachkräften die Ressourcen der Kinder zu sehen und wertzuschätzen

Beschreibung der Aktivität

„Stärken-Netz“ (Strenghts Network)
Praxisforschungsprojekt; Ein wesentliches Ziel war die Kooperation der Bildungsinstitutionen und der dort tätigen Fachkräfte unter einem gemeinsamen Leitbild, der Resilienzperspektive. Die Fachkräfte aus Krippe, Kindertageseinrichtungen, Grund- und weiterführender Schule sowie der Jugendsozialarbeit und in einem Mehrgenerationenhaus wurden nach einem einheitlichen Konzept qualifiziert, die seelische Gesundheit und Widerstandskraft der Kinder und Familien zu stärken und die Übergänge zwischen den Bildungsinstitutionen entwicklungsförderlich(er) zu gestalten
Deutschland
drei Phasen: Vorbereitungsphase (12/2011 – 02/2012), Weiterbildungs- und Praxisphase (03/2012 – 08/2013), Auswertungsphase (09/2013 – 02/2014)
Altersdurchschnitt Kindertageseinrichtungen: 5 Jahre 1 Monat/ 6 Jahre 2 Monate; Grundschule: 8,03 Jahre/ 9,13 Jahre; weiterführende Schule: 12,37 Jahre/ 13,13 Jahre
PraktikerInnen/ JugendarbeiterInnen/ MentorInnen
PraktikerInnen/ JugendarbeiterInnen

Evaluierung der Aktivität

Die Evaluation erfolgte in einem Kombinationsdesign mit qualitativen und quantitativen Methoden zu zwei Messzeitpunkten (prä/post). Das Projekt wurde kontinuierlich evaluiert. Eine Kombination aus Ergebnis und Prozessevaluation sowie aus quantitativen und qualitativen Erhebungsinstrumenten war erforderlich, um der Komplexität des Projektes gerecht zu werden. Die quantitativen Erhebungen wurden zu zwei Messzeitpunkten in allen teilnehmenden Einrichtungen durchgeführt. Für die qualitative Teilerfassung wurden Protokolle der Prozessbegleitung und Weiterbildungsveranstaltungen von den Prozessbegleiterinnen angefertigt und dann vom Evaluationsteam ausgewertet. Außerdem wurden Protokolle von Planungs-, Reflexions- sowie Auswertungsgesprächen und Gedächtnisprotokolle der Prozessbegleiterinnen zur Auswertung hinzugezogen
Kinder: Selbstkonzeptfragebogen: Selbstkonzept der Fähigkeiten, Soziales Selbstkonzept, Körperliches Selbstkonzept; Culture Fair Intelligence Test; Resilienzskala; Emotionale und soziale Schulerfahrung: Soziale Integration, Klassenklima, Anstrengungsbereitschaft, Lernfreude, Gefühl des Angenommenseins; Stresserleben und -bewältigung; Schulerfahrung; Emotionenregulation: Problemorientiertes Handeln, Aggressives Verhalten, Soziale Unterstützung; Prosoziales Handeln Lehrkräfte: Hamburger Burnout Inventar: Emotionale Erschöpfung, Leistungsunzufriedenheit, Unfähigkeit zur Entspannung; Fragebogen zur Arbeit im Team: Zielorientierung, Aufgabenbewältigung, Soziale Erwünschtheit
N=168 (verschiedenen) Kindern zu zwei Messzeitpunkten
2011-2014