Kurzfristig (< 1 Jahr)
Mikro (Individuum)
Kulturell

positive Veränderung der Haltung zu gewaltlegitimierenden Gendernormen und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit für MentorInnen

diversitätsorientiertes Lernen

Bei den ausgebildeten HEROES wurden kritische Reflexionsfähigkeit sowie positiv veränderte Haltungen zu gewaltlegitimierenden Gendernormen und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit beobachtet. Im Projekt übten sie, tradierte Verhaltensmuster kontrovers zu diskutieren. Dies stärkte ihre rhetorischen Fähigkeiten und ihre Sicherheit bei öffentlichen Auftritten – wichtige Voraussetzungen für die effektive Durchführung der Workshops in Schulen, aber auch für weiter reichendes Engagement der HEROES für Menschenrechte.

Beschreibung der Aktivität

Gendersensible Jugendarbeit
Anti-Gewalt-Trainings Projekt „HEROES – Gegen Unterdrückung im Namen der Ehre“
Projekt zur Prävention genderbasierter Gewalt. Das Projekt bildet in Berlin seit 2007 junge männliche, überwiegend muslimische Peer Educators aus, die in Jugendeinrichtungen und Schulklassen Workshops zu den Themen Männlichkeit und Ehre durchführen
Deutschland
14-tägige Gruppentreffen
Fünf Gruppen von HEROES-Aspiranten wurden bis Januar 2015 in von den HEROES mitgestalteten Lehrgängen geschult. Die sechste HEROES-Gruppe wird Mitte bis Ende 2015 ihre Ausbildung abschließen. Im Januar 2015 sind 24 HEROES im Projekt aktiv; sieben nehmen an der Ausbildung teil.
ca. 16 bis 20 Jahre
teilnehmende Kinder und Jugendliche
Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund

Evaluierung der Aktivität

Daten zu den Wirkungen des Projekts auf die HEROES und ihr Umfeld wurden vor allem anhand von qualitativen Methoden erhoben, insbesondere Einzelinterviews (45 bis 90 Minuten) mit neun Personen aus dem Umfeld von fünf HEROES – eine Lehrerin, ein Sporttrainer, ein Arbeitskollege, eine ehemalige Mitschülerin und mehrere Familienangehörige, von denen manche über mehrere HEROES berichten konnten. Weiterhin fand ein längeres Interview mit einem langjährigen HERO statt. Informationen aus den Interviews wurden mit einer Online-Befragung der HEROES abgeglichen. An dieser Befragung nahmen 15 der rund 30 aktiven HEROES teil. Die HEROES-Arbeit mit Schulklassen erlaubte ein quasi-experimentelles Evaluationsdesign, d.h. den direkten Vergleich zwischen Schulklassen, die an HEROES-Workshops teilgenommen hatten, und Kontrollgruppen aus der gleichen Jahrgangsstufe. Die Grundlage des Vergleichs bildete eine schriftliche Befragung von Schüler_innen in 15 Schulklassen der Jahrgangstufe 10 an drei Berliner Schulen, in jeweils einer Schulstunde. Fünf dieser Schulklassen hatten im vorhergehenden Schuljahr an einem HEROES-Workshop teilgenommen.
Homosexualität: Krankeit/moralisch verwerflich oder so normal wie Sexualität zwischen Mann und Frau? Geschlechter: Unterschiedliche Rechte und Pflichten oder gleiche Rechte und Pflichten? Sinti und Roma: Besondere Vorsicht im Umgang oder genauso vertrauenswürdig wie andere Menschen? Ehre: Durch Regligion und Kultur verbindlich definiert oder selbstbestimmt?
Skala von 1 (nicht tolerant) bis 10 (tolerant)