Kurzfristig (< 1 Jahr)
Mikro (Individuum)
Sozial

Intensivierung der Kooperation mit Mitarbeiter/innen weiterer Einrichtungen

institutionelle Zusammenarbeit

Zur Umsetzungsqualität zählt auch die Kooperation mit den Mitarbeiter/innen der Jugendämter und mit weiteren Einrichtungen, wie der Schule oder der Ausbildungsstätte. Eine zentrale Rolle bei dieser Kooperation spielen die abschließenden Berichte und ggf. Empfehlungen an die Mitarbeiter/innen der Jugendhilfe. In den qualitativen Interviews wurde deutlich, dass hier bei Bedarf eine Feinabstimmung zwischen Trainings und weiteren Hilfen erfolgt. Etwas gemischter, insgesamt jedoch gut, ist die Einschätzung der Gestaltung der Schnittstellen am Ende des Trainings (MW = 1,9). Dabei erhalten vor allem die Mitarbeiter/innen der RSD die Möglichkeit, die Berichte im weiteren Verlauf intensiv zu nutzen. Auf die Frage, wofür die Berichte verwendet werden, nannten diese verschiedene Aspekte

Beschreibung der Aktivität

Gendersensible Jugendarbeit
TESYA®-Antigewalttrainings im Einzelsetting („Training, Empowerment, Support for Youth and Adults“)
systemisch-lösungsorientierte Trainings sind für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene konzipiert und beziehen Eltern oder andere zentrale Bezugspersonen in den Beratungsprozess ein. Die Abkürzung TESYA steht dabei für „Training, Empowerment, Support for Youth and Adults“. TESYA®-Trainings werden in unterschiedlichen institutionellen Kontexten als Gruppen- oder Einzelmaßnahmen umgesetzt. Die vorliegende Evaluation nimmt ausschließlich TESYA®-Einzeltrainings in den Blick. Diese Grundausrichtung des Konzepts wird durch eine geschlechterreflektierte Vorgehensweise und eine intersektionale Perspektive auf weitere soziale Kategorien ergänzt. Im Rahmen der Trainings ist demnach eine „kritische Auseinandersetzung mit normativen Geschlechterbildern im Hinblick auf eine Erweiterung von Selbstentwürfen und Handlungsspielräumen als Jungen und Mädchen, Männer und Frauen [als] ein wichtiger Baustein in der ressourcenorientierten gewaltpräventiven Arbeit“ vorgesehen (Institut für genderreflektierte Gewaltprävention gGmbH 2015b).
Deutschland
61 Fachleistungsstunden (Trainings nach KJHG), 35 Fachleistungsstunden (nach JGG)
Zielgruppe des Trainings nach KJHG 12- bis 18-Jährige, in Einzelfällen Kinder ab zehn Jahren, nach JGG 14-bis unter 21-Jährige, in Einzelfällen bis unter 27-Jährige
VernetzungspartnerInnen (weitere Organisationen der Jugendarbeit, öffentliche Institutionen)

Evaluierung der Aktivität

Die vorliegende Evaluation der TESYA®-Antigewalttrainings ist als ExpertInnenbewertung der mit dem Training vertrauten Mitarbeitenden der Jugendämter angelegt. Zusätzlich werden Teilnehmende, Eltern und Trainer/innen exemplarisch zu ihren Erfahrungen mit den Trainings befragt. Erhobene Daten: Dokumentenanalyse der Trainingskonzepte, Zielexplikation im Rahmen eines Workshops mit den hauptberuflichen Trainer/innen des ifgg, qualitative Interviews mit einer Mitarbeiterin eines Regionalen Sozialen Dienstes und einer Mitarbeiterin der Jugendgerichtshilfe in Berlin, halboffener Fragebogen an alle Mitarbeitenden der Jugendgerichtshilfen und der Jugendämter Berlins, die im Zeitraum von 2013 bis 2015 Teilnehmende an das ifgg weitergeleitet haben, qualitative Interviews mit zwei Teilnehmern und drei Teilnehmerinnen des Trainings sowie einem Elternteil, qualitative Interviews mit einem Trainer sowie mit zwei Trainerinnen, die mit den jeweiligen Jugendlichen bzw. Heranwachsenden gearbeitet haben.
Spielen die Berichte und Empfehlungen eine Rolle bei der weiteren Arbeit mit den Klient/innen?; Qualität der Abschlussberichte und Empfehlungen; Kooperation mit RSD bzw.Jugendgerichtshilfe; Kooperation mit weiteren Institutionen z.B. Schule; Gestaltung der Schnittstellen am Ende des Trainings
1 = sehr gut, 5 = sehr schlecht