Langfristig (> 5 Jahre)
Mikro (Individuum)
Sozial

Gewaltreduktion durch mobile Jugendarbeit

Prävention

Zunächst deuten bereits die Ergebnisse der Fragebogenerhebung eine gewisse gewaltreduzierende Wirkung mobiler Jugendarbeit an. So lassen beispielsweise die Zustimmungswerte zur Aussage „Durch den Kontakt zu [Name der Einrichtung] bin ich friedlicher gegenüber anderen“ (erhoben auf einer vierteiligen Likert-Skala) auf eine relativ hohe Wirkung schließen (siehe Abbildung 1, Seite 49): Der Median liegt bei „stimmt eher“.

Beschreibung der Aktivität

mobile Jugendarbeit und Streetwork
KIRAS-Projekt/Sicherheitsforschungsprogramm JA_SICHER
Die mobil tätigen Jugendarbeiterinnen und Jugendarbeiter arbeiten sowohl auf individueller als auch kollektiver Ebene (Gemeinwesen/ Sozialraum) daran, positive Persönlichkeitsentwicklung, persönliche Resilienz und Handlungsfähigkeit zu fördern, wechselseitiges Verständnis im Gemeinwesen, Demokratiefähigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und somit Gewalt- und Kriminalitätsprävention zu leisten. Unter Anwendung eines umfassenden Sicherheitsbegriffs, wie er dem KIRAS-Sicherheitsforschungsprogramm zu Grunde liegt, lässt sich festhalten, dass Jugendarbeit komplexe Sicherheitsarbeit im öffentlichen Raum unter Einbeziehung der kommunalen Ebene erbringt, oft ist sie dabei im interkulturellen Kontext tätig. Kooperation: KOSAR (Kompetenzzentrum für Soziale Arbeit, FHCW), Praxispartner der Offenen Jugendarbeit in Wien (Verein Wiener Jugendzentren) und Niederösterreich (Verein TEnder), Bundesministerium für Inneres
Österreich
teilnehmende Kinder und Jugendliche

Evaluierung der Aktivität

Multiperspektivisches Forschungsdesign sowie breites und triangulatives Methodenrepertoire. Das methodische Vorgehen umfasste folgende Ansätze: Standardisierte Fragebogenerhebungen (n=130) unter aktuellen Nutzerinnen und Nutzern in vier verschiedenen Einrichtungen mobiler Jugendarbeit in Wien und Niederösterreich; Vier ethnografisch-sozialräumliche Fallstudien (in Summe 25 Beobachtungen und 22 ethnografische bzw. qualitative Leitfadeninterviews sowie sonstiges Datenmaterial) über einen längeren Zeitraum an verschiedenen Standorten bzw. zu unterschiedlichen Initiativen; Narrativ-biografische Gespräche mit ehemaligen Nutzerinnen und Nutzern (n=9); Netzwerkerhebungen und -analysen unter Einsatz von Netzwerkkarten auf sozialräumlicher bzw. institutioneller Ebene; Sekundärstatistische Auswertungen von Längsschnittdaten (2005–2014) des Sicherheitsmonitors (in Kooperation mit dem Bundeskriminalamt/BMI) zu acht Interventionsgebieten mobiler Jugendarbeit sowie sechs Vergleichsgebieten
Sicherheitsmonitor: Rückgang der Körperverletzungen
„Durch den Kontakt zu [Name der Einrichtung] bin ich friedlicher gegenüber anderen“
vierteilige Likert-Skala
Jänner 2014 bis Mai 2016 sekundärstatistische Auswertungen von Längsschnittdaten 2005 - 2014