Kurzfristig (< 1 Jahr)
Mikro (Individuum)
Sozial
2017

Entwicklung einer veränderten Perspektive auf Arbeit, Spaß an der Arbeit

Berufliche Orientierung

Im Bereich Arbeit berichten die Befragten von keinen konkreten Veränderungen in ihrer Lebenswelt. Dennoch führen vier der Interviewpersonen aus, dass sie innerhalb des Projekts eine veränderte Perspektive auf Arbeit entwickelten. Eine Interviewperson spricht davon, dass sie sich durch den Prozess eine Basis geschaffen hat: „mit der kann ich jetzt echt auch anfangen, etwas zu tun“ (D, Abs. 65). Eine weitere legte ihren Widerstand gegen Arbeit ab (vgl. E, Abs. 49) und eine dritte Person äußert, dass sie Arbeit nun anders bewerten kann (vgl. F, Abs. 67). Eine weitere der befragten Personen berichtet, dass das Projekt selbst eine Menge Arbeit war, aber Spaß gemacht hat. Sie machte damit die Erfahrung, dass Arbeit freudvoll sein kann (vgl. A, Abs. 51).

Beschreibung der Aktivität

Jugendkulturprojekte bzw. Jugendkulturarbeit
Legislatives Theaterprojekt "Stopp: Jetzt reden wir!" entwickelt im Rahmen des EU-Social-Experimentation-Projekt "ALEN"
Handlungsfeld der sozialen Kulturarbeit, mehrtägiger Theaterworkshop und anschließend ein für neun Monate konzipiertes Projekt; Innerhalb des Projekts wurde mit dezidiert partizipativen Methoden wie etwa dem Forumtheater gearbeitet, der Zugang erfolgte auf freiwilliger Basis.
Österreich
neun Monate
bis zu einem Alter von 25 Jahren
teilnehmende Kinder und Jugendliche
sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche

Evaluierung der Aktivität

Qualitative Interviewbefragungen (persönlich)
Der Untersuchungsgegenstand dieser qualitativen Studie ist die Gestaltung von partizipativen Prozessen in Projekten der Sozialen Arbeit. Für das Erheben der Daten wurde ein offener Zugang gewählt. Dabei wird im Sinne einer lebensweltorientierten Forschung versucht, ausgehend von dem vorab theoretisch Erarbeiteten, Zugang zu den Lebenswelten und den damit verbundenen Bedeutungshorizonten der Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer als sozial Handelnde zu erlangen. Als Interviewform wurde das leitfadengestützte problemzentrierte Interview gewählt, da es in diesem einerseits darum geht, die Befragten möglichst frei zu Wort kommen zu lassen und dieses andererseits auf ein bestimmtes Problem beziehungsweise Thema zentriert ist.
12 TeilnehmerInnen
vom 30