Mittelfristig (1 bis 5 Jahre)
Mikro (Individuum)
Politisch
2017

Herstellung und Festigung demokratischfreiheitlicher Grundhaltungen und Abwehr antidemokratischer Tendenzen

politische Kompetenzen und Partizipation

Die Bewertungen dieser Aktionen in den Abschlussberichten fallen zumeist sehr positiv aus. Auch in den Interviews mit den Jugendlichen kommt zum Ausdruck, dass zahlreiche Impulse für eine aktive Auseinandersetzung mit diesen Themen gesetzt wurden. Teils bestanden diese stärker in einem Wissenszuwachs und teils in einer Reflexion eigener xenophober Haltungen. Einige Jugendliche weisen darauf hin, dass für sie das Problem des Transfers der erworbenen Einsichten in den Alltag noch ungelöst sei, andere können sich vorstellen, sich in entsprechenden Initiativen gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu engagieren. Explizit antirassistische Arbeit verfolgt im Vergleich zu interkulturellem Lernen ein Konzept, das die Priorität auf den Erwerb von Handlungskompetenz für entsprechende Situationen legt.

Beschreibung der Aktivität

Partizipationsmaßnahmen
EU-Aktionsprogramm JUGEND in Deutschland
Das Programm soll dazu beitragen, dass die Jugend der Mitgliedstaaten und Beitrittsländer ermuntert und befähigt wird, sich aktiv am Aufbau Europas bzw. der EU zu beteiligten, wirksam Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit zu bekämpfen und Demokratie und Frieden in Europa zu stärken
international
teilnehmende Kinder und Jugendliche

Evaluierung der Aktivität

Für die vorliegende Evaluierung wurde ein qualitativer methodologischer Zugang gewählt. Erstens die Durchführung und Analyse so genannter halb offener Interviews und Gruppengespräche mit Jugendlichen, die am Programm teilgenommen hatten. Zweitens die Durchführung und Auswertung so genannter leitfadengestützter Interviews mit Vertreterinnen und Vertretern geförderter Trägerorganisationen. Drittens die Durchführung qualitativer Inhaltsanalysen vorhandener Projektakten. Viertens wurde die Datenbasis durch die Auswertung der umfangreichen schriftlichen Erhebung über die Zufriedenheit der Nutzer und Nutzerinnen des Programms mit dem Verfahren und der Durchführung ergänzt, die ebenfalls aktuell vorlag. Darüber hinaus wurde eine vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) in Auftrag gegebene Untersuchung über die Hintergründe des – in geringem Umfang zu beobachtenden – frühzeitigen Abbruchs von EFDProjekten mit in die vorliegende Evaluierung einbezogen.
Zeitraum 01