Kurzfristig (< 1 Jahr)
Mikro (Individuum)
Sozial
2017

Entwicklung eines Zugehörigkeitsgefühls zum Jugendzentrum

soziale Inklusion

Erstens stellt die Zugehörigkeit zum Jugendhaus her. Hier dominiert weder allein die subjektiv gefühlte Zusammengehörigkeit noch die alleinige Verbindung über Interessen. Kinder- und Jugendarbeit ist daher bestimmt durch eine vielgestaltige Zugehörigkeit. Zugehörigkeit zur Kinder- und Jugendarbeit ist immer eingebunden in ein "Doing Peergroup" der Jugendlichen, erschöpft sich jedoch nicht darin. Sie wird bestimmt durch spezifische Regeln, Praktiken, architektonische Ordnugnen usw. Mit der Zeit erweist sich das Jugendhaus nicht nur als Treffpunkt, sondern auch als Ort von Zugehörigkeit. Dies wird deutlich, wenn Jugendliche von der Einrichtung in Wir-Form sprechen und eine spezifische institutionelle Perspektive einnehmen.

Beschreibung der Aktivität

Jugendzentren/ Jugendclubs/ Jugendfreizeitstätten
diverse sozialpädagogische Angebote aus acht untersuchten Jugendzentren
sozialpädagogisches Handeln in Jugendzentrum, Konstruktion des Sozialraums "Jugendhaus" beobachten und befragen
Deutschland
teilnehmende Kinder und Jugendliche

Evaluierung der Aktivität

Dafür wurde ein etnographischer Zugang gewählt, der es erlaubt, am pädagogischen Alltag in Jugendzentren teilzunehmen. Dies umfasste mehrere Wochen dauernde teilnehmende Beobachtung in acht Jugendhäusern der offen Tür. Im Rahmen dieses ethnographischen Zugangs wurden u.a. narrativ angelegte, leitfadengestützte Interiews mit Professionellen, Kindern und Jugendlichen erhoben, Teamsitzungen und Gespräche mit den JugendarbeiterInnen aufgezeichnet sowie Audioaufnahmen vom alltäglichen Geschehen angefertigt. Der ethnographische Blick ermöglichte es, nicht nur die Deutung der Jugendlichen, sondern die Handlungspraxis selber in den Blick zu bekommen.
mehrere Wochen