Mittelfristig (1 bis 5 Jahre)
Mikro (Individuum)
Kulturell
2020

gestärkte Offenheit für und Motivation zu weitren interkulturellen Erfahrungen

diversitätsorientiertes Lernen

Auch die Motivation zu weiteren interkulturellen Erfahrungen wird deutlich gestärkt (vgl. T314; T316): 86% haben mehr Lust bekommen, „auch andere Länder und Kulturen kennen zu lernen“. Und selbst den großen Schritt, einmal für einen längeren Zeitraum (mindestens drei Monate) in ein anderes Land zu gehen, können sich drei von vier Befragten grundsätzlich vorstellen. Der „Flair des Internationalen“, der von vielen Mitarbeitenden eingebracht wird (vgl. Abschnitt 4.4: Jeder zweite Mitarbeitende war schon einmal für längere Zeit im Ausland), hat offensichtlich Potenzial zur Ausbreitung.

Beschreibung der Aktivität

internationale Jugendbegegnungen
Internationale Jugendbegegnungen gehören zu den wichtigsten Formaten des internationalen Jugendaustauschs. Mit der Zugangsstudie (Becker / Thimmel 2019) wurde in den Jahren 2016 bis 2018 eine wichtige Forschungsgrundlage für dieses Feld etabliert.2 Diese Studie bietet Hintergrund und Referenzrahmen auch für die vorgelegten Daten – aus diesem Hintergrund wird die theoretische Verankerung der internationalen Jugendarbeit und die grundlegenden Literaturhinweise nicht wiederholt.
europaweit
typischerweise 2 Wochen
Ein Mitarbeitenden-Team besteht typischerweise aus 3 bis 7 Mitarbeitenden, die Teilnehmenden-Gruppe umfasst zwischen 10 und 30 Jugendliche, wobei es vereinzelt auch große und sehr große Gruppen gibt
4% sind unter 14 Jahre alt, 53% im klassischen Jugendalter (14 bis 17 Jahre), 42% sind bereits junge Erwachsene
teilnehmende Kinder und Jugendliche

Evaluierung der Aktivität

In der Panelstudie werden seit 2017 jährlich Daten von Mitarbeitenden und Teilnehmenden bei internationalen Jugendbegegnungen erhoben. Damit ergeben sich Einblicke in die Wahrnehmung dieses Felds aus der Perspektive der Durchführenden bzw. der Zielgruppe vor Ort. Der vorliegende Datenbericht stellt die Grundlagen und Ergebnisse der ersten beiden Erhebungsjahre 2017 und 2018 vor. Die Panelstudie befindet sich zwar noch im Aufbau, dennoch sind erste Aussagen möglich. Die Daten beziehen sich dabei auf die Antworten von Mitarbeitenden und Teilnehmenden, die mit dem kostenfreien Online-Tool www.i-eval.eu standardisierte Fragebögen beantworten. Die Daten werden vom Forschungsverbund Freizeitenevaluation ausgewertet, für den alle zwei Jahre erscheinenden „Datenreport internationale Jugendarbeit“ in einer Kurz- und einer Langfassung bereitgestellt und bieten die Basis für künftige Jahresvergleiche. Die Datengrundlage für die vorliegende Auswertung stellen 69 Begegnungen mit 1230 befragten Jugendlichen und 196 Mitarbeitenden aus den Jahren 2017 und 2018 dar.
interkulturelles Lernen
T280: Ich habe Alltag und Kultur der Gastregion kennen gelern (z.B. Essen, Musik, Traditionen) T282: Ich bin in Kontakt mit Menschen aus der Gastregion gekommen. T284: Die Begegnung hat meine Vorstellung von anderen Land/ den anderen Ländern geändert T300: Mein Wissen über das Leben im anderen Land/ den anderen Ländern ist durch die Begegnung kaum gewachsen. T302: Ich will noch mehr über das andere Land/ die andere Länder erfahren. T304: Die wirtschatliche Situation der beteiligten Länder ist mir bewusster geworden. T310: Manches, was bei uns zu Hause üblich ist. sehe ich aufgrund der Erfahrungen hier anders als früher T314: Nach dieser Begegnung könnte ich mir vorstellen, auch länger (mindestens drei Monate) in das andere Land/ eines der andere Länder zu gehen T316: Durch diese Begegnung habe ich mehr Lust bekommen, auch anderen Länder und Kulturen kennen zu lernen. T718: Die nationalen Gruppen waren gleichberechtigt T804: Mir sind Besonderheiten der Kultur des anderen Landes/ der anderen Länder bewusst geworden
Nein (1,2,3), Mitte (4), Ja (5,6,7)
69 Begegnungen mit 1.230 befragten Jugendlichen und 196 Mitarbeitenden aus den Jahren 2017 und 2018
2017-2018